Da die festen
Verbrennungsprodukte ausgeprägt
basischen Charakter haben, werden sie in der allgemein sauren Umgebung
schnell neutralisiert und sind somit nicht mehr umweltwirksam.
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 Bei
der Reaktion der pyrotechnischen Gemische erfolgt in kurzer Zeit eine
Verbrennung bei sehr hohen Temperaturen (2000 bis 3000°C). Aufgrund
der hohen Verbrennungstemperaturen treten daher keine
toxisch wirksamen, organischen Verbindungen auf.
Die Auswertung automatischer Luftmessnetze, die in verschiedenen Bundesländern
zum Jahreswechsel 1997/98 durchgeführt wurde, ergab:
In der Silvesternacht ist keine Erhöhung von Kohlendioxid, Kohlenmonoxid,
Stickoxiden oder Schwefeldioxid aufgetreten.
70 - 80% aller Reaktionsprodukte
fallen als feste Stäube an. Es wurde jedoch nur eine ganz geringe
Erhöhung der Staubmenge in der Silvesternacht gemessen.
Die emittierten Stoffe werden in Abhängigkeit von Wetterlage mehr
oder weniger großflächig verteilt. Da die festen Verbrennungsprodukte
ausgeprägt basischen Charakter haben, werden sie in der allgemein
sauren Umgebung schnell neutralisiert. Das trifft insbesondere für
lösliche Bariumverbindungen zu, die in kurzer Zeit in das unlösliche
Bariumsulfat umgewandelt werden und somit nicht mehr umweltwirksam sind.
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Fazit:
Das Abbrennen von Feuerwerken ist hauptsächlich mit staubförmigen Emissionen
verbunden, die infolge ihrer zeitlichen Kürze und der dabei ausgetragenen
Menge in Relation zu der allgemeinen Emissionssituation unbedeutend sind. Eventuell
erhöhte Schwebstoffausträge führen nach heutigem Kenntnisstand
infolge der Stoffeigenschaften der Stäube nicht zu einer wesentlichen oder
langzeitwirksamen relevanten Belastung der Umwelt. In Abwägung dieser Gegebenheiten
ist daher auch zukünftig eine deutliche Entscheidung für das Feuerwerk
gerechtfertigt. |
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Feuerwerk – pro & contra
Auch dieses Jahr werden die Bundesbürger
das Neue Jahr mit einem bunten Feuerwerk begrüßen. Ca. 80
Millionen Euro lassen sie sich Raketen, Knaller, Goldregen, Feuerräder
und Tischfeuerwerk kosten. Pro Kopf der Bevölkerung
sind das nicht einmal 1,– Euro. Nicht viel, wenn man bedenkt,
dass dieser uralte Brauch nur einmal im
Jahr stattfindet – als
Ausdruck der Lebensfreude und als gemeinsames Erlebnis mit Freunden und
Nachbarn.
Kritiker behaupten zu unrecht, dass Feuerwerk verpulvertes
Geld sei. In Deutschland werden z.B. in Spielhallen über 2 Mrd.
Euro umgesetzt, für Tabak und Alkohol mindestens die gleiche Summe.
Diese Tatsache sollten nach unserer Meinung auch einmal Initiatoren gutgemeinter
Spendenaktionen überdenken.
Wir haben nichts gegen Spenden für eine guten Zweck. Wir wehren
uns jedoch dagegen, dass ausgerechnet eine schöne Tradition, für
die der Bundesbürger durchschnittlich 1,– € aufbringt, an den Pranger
gestellt wird. Es gibt heutzutage viele durchaus fragwürdige Vergnügungen,
die wohl eher für Verzichtsappelle geeignet wären.
Ferner möchten
wir Sie darauf hinweisen, dass rund 4000 Arbeitsplätze direkt bedroht
wären, wenn Boykottaufrufe dieser Art Erfolg haben sollten. Nicht
mitgezählt sind die vielen Arbeitnehmer, die in Tausenden von Verkaufsstellen
Silvesterfeuerwerk an den Mann bringen. Auch leistet die pyrotechnische
Industrie in Deutschland Entwicklungshilfe in fernöstlichen Ländern,
da ca. 50% der angebotenen Feuerwerksartikel dort gefertigt werden.
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Fazit:
Feuerwerke, sowohl zu Silvester als auch zu andern Volksfesten während des
Jahres, haben eine lange Tradition. Gleich, wo Menschen ein Feuerwerk anzünden,
ist es stets ein Freudenfest. |
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